Rückegassen

Rückegassen führen in der Summe auf der Staatswaldfläche zu hohen Flächenverlusten und massiver Bodenverdichtung, die auch nicht durch die besondere Bereifung der gigantischen Maschinen verhindert werden kann. Ein Viertel bis ein Fünftel des nutzbaren Waldbodens geht verloren und damit die Nachhaltigkeit künftiger Waldwirtschaft. Die Bewirtschaftung der Wälder wird nicht mehr wie früher vorzugsweise im Winter, wenn die Böden gefroren sind, vorgenommen, sondern das ganze Jahr über. Entsprechend leiden die Waldböden in ihrer sensiblen Struktur. Die Bodenvitalität wird durch die starke Verdichtung des vorher lockeren Gefüges nachhaltig zerstört, da für Wurzeln und Lebewesen nicht mehr genug Sauerstoff vorhanden ist. Der Waldboden wird in den Rückegassen dauerhaft und irreparabel geschädigt. Nicht selten findet man Fahrspuren, die  bis zu 50 cm tief  sind. Es ist außerdem immer wieder zu beobachten, dass sich die Maschinen aus den Rückegassen entfernen, um alle Bäume zu erreichen.

 

Es fehlen scheinbar generell Konzepte, um mit warmen Wintern umzugehen. Bei ausbleibendem Frost müssten hier ganz neue Arbeitskonzepte im Hinblick auf den Klimawandel entwickelt werden. Es ist bislang nicht sichtbar, dass dies geschieht.

 

 

Eine typische Rückegasse, wie sie bei Forstarbeiten in der Pflegezone des Pfälzerwaldes zu sehen ist. Auf dieser Fläche werden über lange Zeiträume hinweg keine Bäume mehr wachsen.